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Geschichten aus der Elbaue

Perba als Menetekel

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Veranstaltungen wie die in Perba am Donnerstag dürfte es in den kommenden Monaten noch einige geben. Und man sieht schon jetzt: Die Politik wird zunehmend nervöser, wenn sie den Menschen die ins Land strömenden Massen erklären muss. Dabei sieht man zweierlei. Die Rechtsextremisten können von der Problematik nicht profitieren. In Perba wurde die NPD ausgebuht und die Masse fand das gut. Doch die Etablierten, allen voran die CDU als Inhaberin der Macht in Sachsen, können sich nicht zurücklehnen. Die Bürger mucken auf, stellen Fragen, wollen wenigstens Konzepte sehen. Und man darf getrost davon ausgehen, dass die Telefonleitungen in die Zentrale der Landeshauptstadt glühen. Das verriet Meißens Landkreis-Vize Ulrich Zimmermann in Bezug auf die kürzlich versuchte Vergewaltigung einer Lehrerin vor dem Meißner Berufsschulzentrum durch einen Marokkaner. Er habe seine Kontakte ins Justizministerium bemüht, damit dieser Täter in Haft bleibe, so Zimmermann. Was die Frage aufwirft, was passiert wäre, wenn es nicht die alten Connections von Meißen nach Dresden gäbe? Ist Justiz abhängig von alten Freundschaften, früher gern auch mal Seilschaften gennannt, als es um die Verbindungen der alten Kameraden von der SED ging? Der Druck im Kessel steigt. In Perba brachten es viele auf den Punkt, indem sie anmerkten, dass es schließlich ihre Steuergelder seien, von denen die ganze  Asylindustrie gespeist werde. Und dann dürfe man nichts sagen? Werde bestenfalls ultimativ kurz vor knapp darüber informiert, dass soundso viele Asylbewerber kämen und man das erdulden müsse. Was zu der Frage führe, wofür man 89 auf die Straße gegangen sei, wie es eine Bewohnerin in Perba formulierte. Ist das noch eine Demokratie oder schon wieder eine Diktatur? Eine Frage, über die man sich im Landratsamt, der Staatskanzlei und dem Kanzleramt so langsam Gedanken machen sollte. Schlimm genug, dass sie sich überhaupt stellt. Und man sollte sich nicht mehr allzuviel Zeit lassen. Denn es ist Herbst und auf der Straße ist der alte Ruf „Wir sind das Volk“ wieder zu hören. Und es sind eben keine Rechten, die das rufen.

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Autor: Der Elbebiber

Journalist und Autor

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