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Geschichten aus der Elbaue

Die kleine Pegida wird konkret

Ein Kommentar

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Vergleichsweise viele junge Frauen waren diesmal bei der Demo in Freital dabei. Foto:leo

In Freital will man es nicht mehr beim bloßen Demonstrieren belassen. Das ist das Fazit der Veranstaltung vom Freitag. Hier verzeichnete die „kleine Pegida“ erneut einen gestiegenen Zulauf, nachdem die Teilnehmerzahl bei den „Spaziergängen“ schon einmal im Abflauen waren. Es heiße auch nicht mehr Spaziergänge, sondern man gehe jetzt „demonstrieren“, sagte einer der Redner. Befeuert wird diese Entwicklung durch die Vorkommnisse im höher gelegenen Schmiedeberg. Nachdem sich die Zeichen verdichten, dass die dortige Einrichtung für Asylbewerber von diesen selbst angesteckt wurde, haben die Bewohner erreicht, was sie wollten. Sie wurden im weit urbaneren Freital in der Nähe zu Dresden untergebracht. Schon in der ersten Woche kursierten Fotos auf Facebook, die Gruppen von 30 bis 40 Schwarzafrikaner zeigten, die durch Freital zogen. Zugleich mehrten sich Einträge, in denen von Pöbeleien und Anzüglichkeiten gegenüber Frauen und Mädchen die Rede war. Nicht vergessen sind auch die inzwischen überregional bekannt gewordenen Attacken auf minderjährige Mädchen im Bus nach Schmiedeberg. Das alles führt zu einer auf aufgeheizten Stimmung in Freital, weshalb man hier inzwischen konkret werden will. Ernsthaft diskutiert wird die Gründung einer Bürgerwehr. Darüber hinaus will ein Vertreter des Zusammenschlusses „Freital steht auf“ als Bürgermeister zur Wahl im Juni kandidieren. Die Stimmung ist gereizt und die Politik scheint das zu wissen. Denn es kommt immer öfter vor, dass sich Anwohner des Hotels Leonardo, wo die Asylbewerber untergebracht sind, spontan dort versammeln. Ein Anwohner schilderte den Demonstrationsteilnehmern, was dann geschah. Binnen weniger Minuten seien sechs Streifenwagen dagewesen und die Beamten hätten Platzverweise angedroht. Darüber hinaus seien die Personalien der Anwesenden aufgenommen worden. Für diese Woche ist eine neue Demonstrationsroute im Gespräch. Man wolle nicht zum Heim, wie vielleicht unterstellt werde, sondern die Dresdner Straße hochziehen, um die Bewohner eines Neubaugebietes zu erreichen, hieß es von den Organisatoren.

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Autor: Der Elbebiber

Journalist und Autor

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